Forstbetriebsgemeinschaft - FBG Kleines Wiesental

Forstbetriebsgemeinschaft Kleines Wiesental w. V.

     Holzbereitstellung     

Folgende Abschnitte finden Sie auf dieser Seite:

Was muss ein Waldbesitzer tun, der Holz bereitstellen möchte?

Die Forstrevierleiter im Forstbezirk Schopfheim (Revier 20 bis 24) und im Forstbezirk Todtnau (Rev. 25 und 26): Ihre Ansprechpartner vor Ort

Checkliste für Hiebsmaßnahmen

Wie wird das Verkaufsmaß ermittelt?

Ermittlung des Verkaufsmaßes über den Mittendurchmesser

Ermittlung des Verkaufsmaßes nach dem Raummaß

Ermittlung des Verkaufsmaßes nach dem Gewicht

Wie wird die Holzgüte bestimmt?

Die Aushaltung von Industrieholz

Die verschiedenen Verkaufseinheiten von Rohholz

Umrechnungszahlen für Rohholz

 

Was muss ein Waldbesitzer tun, der Holz bereitstellen möchte?

Wenn Sie Holz bereitstellen möchten, sollte der erste Schritt immer die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Revierleiter sein (s. Tabelle). Die FBG arbeitet intensiv und vertrauensvoll mit den Förstern zusammen. Diese werden kontinuierlich durch die FBG über die aktuellen Vermarktungsmöglichkeiten informiert. Damit hängt unmittelbar die Aufteilung des anfallenden Holzes nach kundenspezifischen Sortimenten zusammen. Die Aushaltungsvorschriften der einzelnen Kunden sind sehr unterschiedlich und können sich mit dem nächsten Liefervertrag schon wieder ändern.

Die Kenntnis der aktuellen Kundenanforderungen ist daher für die Wertoptimierung und die Holzerlöse von entscheidender Bedeutung.

Arbeiten Sie kein Holz auf,

ohne die Aushaltungsvorschriften zu kennen.

Unser aktuelles Merkblatt zur Holzaushaltung können Sie hier ausdrucken.

Forstreviere im Forstbezirk Schopfheim (20-24) bzw.

Forstbezirk Todtnau (25+26)

Nr.

Reviername

Revierleiter

Zuständigkeitsbereich

Gemeinde/Gemarkung

Telefon

Fax

Handy

20

Rheinfelden

Gerd Fricker

Adelhausen, Eichsel,

Degerfelden, Herten, Minseln

07623/47194

07623/796503

0172/7411765

21

Schwörstadt

Thomas Hirner

Dossenbach, Karsau, Nordschwaben,

Rheinfelden, Schwörstadt

07623/795368

07623/7416932

0172/7602949

22

Schopfheim

Helmut  Bäckert

Eichen, Fahrnau, Schopfheim, Wiechs,

Enkenstein (Kommunalwald),

Langenau (Kommunalwald)

07622/2616

07622/6739275

0172/7182252

23

Gersbach

Jörg Gempp

Gersbach, Raitbach

07620/1515

07620/988734

0172/7614278

24

Maulburg

Sven-H. Wünsch

Hasel, Hausen, Maulburg, Wieslet,

Enkenstein (ohne Kommunalwald),

Langenau (ohne Kommunalwald)

07622/669923

07622/673095

0172/7249064

25

Tegernau

Rüdiger Motzke

Eibenschwand, Sallneck,

Tegernau, Wies

07629/908585

07629/9127775

0172/7604329

26

Neuenweg

Joachim Trautwein

Bürchau, Neuenweg, Raich

07673/1005

07673/888783

0172/6347945

 

Die meisten unserer Mitglieder nutzen den Service, den Einschlag und die Vermarktung über die FBG in Zusammenarbeit mit den Revierleitern zu organisieren. Den Mitgliedern wird dadurch die finanzielle Vorleistung erspart und sie haben vom Beginn der Maßnahme bis zu deren Ende die Sicherheit einer rundum guten Betreuung. Auch die beteiligten Forstunternehmer sind in diese Betreuung einbezogen: dadurch, dass die FBG alle Sortimente nach Waldmaß ankauft, ist sowohl dem Waldeigentümer die zügige Bezahlung der Holzlieferung zu Marktpreisen wie auch den Forstdienstleistern die rasche Entlohnung der Holzrückung sicher (im Ankaufpreis des Holzes durch die FBG ist die Holzrückung berücksichtigt). Die Holzhauung rechnet der Waldbesitzer entweder direkt mit dem Unternehmer ab oder die Holzhauungskosten werden durch die FBG überwiesen und dann vom Holzerlös abgezogen.

Sofern ein Waldbesitzer die Holzbereitstellung teilweise oder ganz selbst übernehmen möchte, ist dies selbstverständlich auch möglich. Einige unserer Mitglieder sind hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und der Ausstattung mit Maschinen und Gerät in der Lage, die Hauung und Rückung ihres Holzes selbst durchzuführen.

Im Interesse eines zügigen und korrekten Ablaufs der Hiebsmaßnahme sind einige "Spielregeln" zu beachten, die für alle Beteiligten hilfreich sind. Im Folgenden erhalten Sie daher eine Handreichung in Form eines Ablaufschemas und einer Checkliste, um die Arbeiten zu planen und fachgerecht durchführen zu können.

Ablaufschema im pdf - Format  (klicken)

Checkliste für Hiebsmaßnahmen

Vor dem Hieb

  • sofern Nachbargrundstücke durch Fällung und/oder Rückung betroffen sind: Nachbarn informieren (es ist sinnvoll und meist ökonomisch von Vorteil, wenn ein Hieb eigentumsübergreifend durchgeführt werden kann: oft kommen so erst verkaufsfähige Lose zusammen

  • ggf. Helfer organisieren (allein arbeiten im Wald ist nach den Unfallverhütungsvorschriften [UVV]) lebensgefährlich und deshalb verboten)

  • wichtige Informationen zur Rettungskette im Privatwald gibt es hier

  • gibt es Leitungen, die beachtet werden müssen?

  • Wegesperrungen nötig, wann, wie lange? Wald- u. Wanderwege, öffentliche Straßen?

  • Lagerorte festlegen (ist ausreichend Platz vorhanden oder muss während des Einschlags laufend abgefahren werden?) Wichtig: wenn der Lagerplatz am Weg auf dem eigenen Grundstück nicht ausreicht und auf fremden Grundstücken gepoltert werden muss, ist vorher (!) die Erlaubnis des Grundstückseigentümers einzuholen. Rechnen Sie mit einer Lagerdauer von etwa einem Jahr und mehr: Sägewerke nutzen den Wald oft aus Platzgründen als "Außenlager"

  • Entrindung notwendig? wenn ja, wer organisiert die Maschine?

  • ist die Abfuhr sofort möglich oder muss der Weg noch gerichtet werden?

  • PEFC-Zertifizierungsbedingungen bei der Aufarbeitung beachten (z. B. Ölsorte; siehe auch Abschnitt "PEFC")

  • entsprechen Maschinen und Ausrüstung den aktuellen Sicherheits- und Umweltvorschriften?

  • was mache ich im Notfall, wie ist die Rettungskette?

  • Handyempfang?

  • Hieb absperren (Wald- und Wanderwege)

  • Verkehrssicherung notwendig ? (öffentl. Straßen) Förster / Forstamt

  • bei der Planung Naturschutz- u. Wasserschutzgebiete sowie sonstige zu schützende Flächen (Denkmalschutz, Archäologie) beachten

Während des Hiebs

  • Unfallverhütungs- u. Umweltschutzvorschriften beachten

  • Aushaltungsvorschriften der Kunden genau beachten

  • sorgfältig messen und Güte korrekt ansprechen (bei Unsicherheit: Holzaufnahme durch Revierleiter)

  • fallen zusätzliche Sortimente an? dann Absprache mit dem Förster

  • sind Zeitprobleme absehbar (Witterung, Krankheitsausfälle)? Hieb abschließen, Holzaufnahme, Absprache mit dem Förster

  • Sicherungspflicht (Absperrungen, Hänger etc.) laufend prüfen

Nach dem Hieb

  • Holzaufnahme durch den Förster

  • Wegschäden beseitigen, Durchlässe frei machen, Lichtraumprofil wieder herstellen

  • Schlagpflege

  • Material- und Maschinenschäden richten

  • Ankauf des Holzes durch die FBG: damit übernimmt die FBG das Risiko

  • sofern gewünscht: Abrechnung der Forstunternehmen durch die FBG

  • Überweisung der Holzerlöse an den Waldbesitzer

  • die FBG entscheidet anschließend, ob Schutzbehandlungen gegen Schadinsekten notwendig sind (Entrindung, Spritzen)

  • Konservierung (Nasslagerung) des Holzes bei Kalamitäten

  • Abtransport des Holzes

Weitere Hinweise zur eigenen Holzbereitstellung durch den Waldbesitzer

 

Wie wird das Verkaufsmaß ermittelt?

Grundsätzlich gilt: das Verkaufsmaß wird durch die Revierleiter ermittelt, die die Holzliste erstellen. Sofern Waldbesitzer ihr Holz selbst aufarbeiten, werden die durch Aufschrieb auf Papier oder Anschrieb an den Baum mitgeteilten Maße durch den Revierleiter überprüft.

Das Verkaufsmaß der Holzliste kann über verschiedene Methoden ermittelt werden, die gesetzlich geregelt sind:

  • nach dem Mittendurchmesser und der Länge (Stammholz, Länge 4 bis 20 m) für die Ermittlung des Festmaßes (Festmeter [Fm])

  • nach dem Raummaß (Industrie-Schichtholz, Länge 1 oder 2 m [Rm]; Hackschnitzel nach Schüttraummetern [Srm])

  • nach Gewicht (Industrieholz lang, 3-6 m) in Tonnen atro [t atro]

 

Ermittlung des Verkaufsmaßes über den Mittendurchmesser

Längenermittlung

  • Beim Langholz werden in der Regel nur ganze Meter gemessen
    (also, z.B. 16 m oder 18 m), bei höherwertigem Laubholz wird auf Dezimeter genau gemessen

  • Die Maximallänge ist - je nach Kunde - auf 18 bis 20 m begrenzt

  • Bei der Längenmessung nach der Mittenstärkensortierung wird die kürzeste gerade Verbindung zwischen den beiden Schnittflächen gemessen.

  • Sofern ein Fallkerb vorhanden ist, wird ab der halben Fallkerblänge gemessen

  • Die Zugabe (Übermaß), die bei der Ermittlung der Stammmitte nicht berücksichtigt wird, beträgt 1%

  • Vertraglich kann eine andere Zugabe vereinbart werden (z. B. 10 oder 20 cm fixe Zugabe)

  • Bei Langholz sollte die Stammmitte dauerhaft markiert werden (meist durch kreuzförmiges Einscheiden der Rinde mit der Motorsäge oder dem Reißhaken), um eine Kontrollmessung an gleicher Stelle durchführen zu können

    Zum Vergrößern bitte anklicken

Durchmesserermiitlung

  • Da die Stammholzlose nach der Mittenstärkesortierung gehandelt werden, ist der Durchmesser zu ermitteln

  • Auch für einige Industrieholzlose, z. B. Buchen-Zellstoffholz (Fa. Sappi) kann für Kontrollmessungen eine Ermittlung des Mittendurchmessers in Frage kommen

  • An der durch sachgerechtes Messen ermittelten Stammmitte wird der Stammdurchmesser mit einer handelsüblichen, eichfähigen Kluppe gemessen

  • Sowohl bei der Ermittlung der Stammmitte (s. o.) als auch bei der Messung des Zopfdurchmessers bleibt das Längenübermaß (Zugabe) unberücksichtigt

  • Gemessen wird der Durchmesser mit Rinde (= m. R.), denn der Rindenabzug erfolgt automatisch je nach Baumart und Stärkeklasse über die Software der Forstverwaltung

  • bis zu einem Durchmesser von 20 cm mit Rinde genügt eine einmalige, waagerechte Messung.  Über 20 cm mit Rinde ist eine Kluppung über Kreuz vorzunehmen (die beiden Messebenen liegen dabei im rechten Winkel zu einander. Aus beiden Messergebnissen, die vorher (!) auf ganze cm abzurunden sind, wird der Mittelwert gebildet, der ebenfalls abgerundet wird.

                                          Beispiel: 

Durchmesser d1 m. R = 27,3 cm
 1. Abrundung = 27,0 cm
 Durchmesser d2 m. R.. = 22,9 cm
2.  Abrundung m. R. = 22,0 cm
Mittelwert (d1+d2)/2 = (27,0 + 22,0)/2= 49,0/ 2 = 24,5 cm
3.  Abrundung: mittlerer Durchmesser m. R.   = 24,0 cm

                In diesem Beispiel beträgt der Durchmesser für das das Verkaufsmaß 24 cm mit Rinde.

  • Fällt die Messstelle auf einen Astquirl oder sonst unregelmäßigen Stammteil, so wird der Mittendurchmesser aus dem Mittel der Messungen gleich weit oberhalb und unterhalb der Messstelle ermittelt .

  • Der Zopfdurchmesser, der bei bestimmten Sortimenten bestimmte Mindestmaße erreichen muss, wird durch einmaliges waagerechtes Kluppen ermittelt

Volumenberechnung

Das Volumen, also der Festgehalt des Stammes, wird über die Formel für das Volumen eines Zylinders berechnet:

Länge [m] x (Durchmesser [m]2 /4) x Pi = m³ (Festmeter).

Für das obige Beispiel mit dem ergibt sich nach einem Rindenabzug von 1 cm also bei einer Länge von 18 m

18 x (0,232 / 4) x 3,14 = 0,75 m³ (Fm).

Diese Berechnungen übernimmt die Software der Forstverwaltung, die der FBG die Holzlisten übermittelt, automatisch.

 

Ermittlung des Verkaufsmaßes nach dem Raummaß

Nadelholz-Industrieholz wird in der Regel als Schichtholz (IS) in Längen von 1 oder 2 m auf Polter gesetzt und als Raummeter (Rm) abgerechnet. Im Gegensatz zum Festmaß (Festmeter, Fm) wird das Raummaß nicht einzelstammweise, sondern durch Messung des Polters ermittelt.

Da das Raummaß aus den Kantenlängen des geschichteten Holzes ermittelt wird, umfasst es neben der Holzsubstanz auch die Luftzwischenräume. Ein Kubikmeter im Raummaß (Raummeter) hat daher einen geringeren Holzanteil als ein Kubikmeter im Festmaß (Festmeter).

 Handgesetzte Polter sind mit einem Übermaß von 4 % aufzusetzen.

Ermittlung des Raummasses von Schichtholz

Schichtholz-Messung (Vergrößerung durch Anklicken)

 3. Ermittlung des Verkaufsmaßes über das Gewicht

Industrieholz in langer Form (IL) wird über oft als unvermessene Kranlängen (nach Schrittmaß), meist von 3 bis 6 m Länge, gehandelt. Die Abrechnung erfolgt dann über das Gewichtsmaß als Werksvermessung durch eine gesetzlich geregelte Form der Entnahme und Trocknung von Spanproben aus der Holzlieferung.

Die Verkaufseinheit ist t (atro) = Tonne absolut trockenes Holz. Die auch vorkommende Bezeichnung lutro wird für lufttockenes Holz (Lagerung im Freien) verwendet. Diese eignet sich nicht als Verkaufsmaß, da sie starken Schwankungen der Jahreszeit und der Witterung ausgesetzt ist.

Daneben gibt es auch vermessene Kranlängen (exakt 3; 4; 5; 6 m lang ohne Übermaß) sowie baumfallende Längen (ab 10 m).

Seit Kurzem verkauft die FBG Kleines Wiesental größere Mengen Buchen-Industrieholz, die in Weil am Rhein auf Frachtschiffe verladen werden. Für den logistischen Ablauf und die Abrechnungen hat sich dieses Verfahren bewährt, da mit der verfügbaren Lkw-Kapazität in gleicher Zeit mehr Transporte durchgeführt werden und die Holzlisten zügig in Rechnung gestellt werden können.

 

 Wie wird die Holzgüte ermittelt?

Auch hierbei gilt: Die Sortierung des anfallenden Holzes in Güteklassen ist Sache des Revierleiters bei der Holzaufnahme. Er kontrolliert die Sortiervorschläge der Waldarbeiter oder Waldbesitzer und gibt die Holzgüteklasse in sein mobiles Datenaufnahmegerät ein.

Für Stammholz werden die Güteklassen A bis D gebildet, (Teil-)Furnier- und Schälholzqualitäten werden statistisch der Güteklasse A zugeordnet. Für Industrieholz  gibt es die Güteklassen N, F und K.

Daneben gibt es noch die Sortierung nach dem Verwendungszweck, z. B. Paletten-, Schwellen-, Brenn- und Hackerholz.

Im Folgenden werden beispielhaft die wesentlichen Merkmale der Gütesortierung gemäß der Handelsklassensortierung, die zwar offiziell nicht mehr gilt, in Ermangelung der in Arbeit befindlichen Nachfolgeregelung aber meist noch angewendet wird

 (kundenspezifische Regelungen können davon abweichen!):

 

Güte A

Güte B

Güte C

Güte D

Gesundes Holz mit ausgezeichneten Arteigenschaften, fehlerfrei oder nur mit unbedeutenden Fehlern, die seine Verwendung nicht einschränken

Holz von normaler Qualität einschließlich stammtrockenem Holz mit einem oder mehreren der folgenden Fehler: schwache Krümmung und schwacher Drehwuchs, geringe Abholzigkeit, einige gesunde Äste von mittlerem oder kleinem Durchmesser - jedoch nicht grobastig, eine geringe Anzahl kranker Äste von geringem Durchmesser, leicht exzentrischer Kern, einige Unregelmäßigkeiten des Umrisses oder einige andere vereinzelte, durch gute allgemeine Qualität ausgeglichene Fehler

Holz, das wegen seiner Fehler nicht in die Güteklassen A oder B aufgenommen werden kann, jedoch gewerblich verwendbar ist

Holz, das wegen seiner Fehler nicht in die Güteklassen A, B oder C aufgenommen werden kann, jedoch mindestens noch zu 40 % des Volumens gewerblich verwendbar ist

 

Die Aushaltung von Industrieholz

Industrieholz ist Rohholz, das mechanisch (z. B. für Spanplatten) oder chemisch (Zellstoff- und Papierindustrie) aufgeschlossen werden soll. Es wird in folgende Güteklassen aufgeteilt:

 

IN:   Gesund, nicht grobastig, keine starke Krümmung (normal)

IF:    Leicht anbrüchig, grobastig oder krumm (fehlerhaft)

IK:    Stark anbrüchig, jedoch gewerblich verwendbar (krank)

 

Industrieholz wird je nach Bedarf in langer Form (IL) oder als Schichtholz (IS) aufbereitet.

 

Setzen der Polter

·      Lagerung auf Unterlagen (Querhölzer) am Lkw-befahrbaren Weg

·      ausreichenden Abstand zum Weg für vorbeifahrende Lkw und Maschinen belassen

·      bei maschineller Rückung ohne Seitenstützen stapeln

·      Holz möglichst dicht stapeln

·      Polter gegen Abrollen sichern

·      kein Anlehnen der Polter an Bäume

·      möglichst Ladeeinheiten von mind. 25 fm (etwa 35 rm) bilden

·      Fi/Ta IS: 12 Rm; IL 12 fm

·      talseitig gepoltertes Holz gegen Abrutschen sichern

·      Stapelhöhe wegen der Unfallgefahr nicht über 3 m

Bei maschinengesetzten Stapeln wird die Stapellänge in Sektionen (z. B. alle 2 Meter) unterteilt. Diese werden mit einem senkrechten Strich versehen. Die dort gemessenen Höhen gehen anschließend als Mittelwert in die Raummaßberechnung ein.

Daneben ist auch eine Festmaßermittlung über Stichprobenverfahren, vor allem bei IL-Kranlängen,  möglich. Dabei wird über eine Längen- und Durchmesserermittlung von mindestens 25%, besser 40% der Einzelstämme - möglichst im Bestand vor dem Poltern - , der anschließenden Mittelwertbildung und der Multiplikation mit der Gesamtstammzahl auf das Volumen geschlossen.

Die verschiedenen Verkaufseinheiten von Rohholz

In der Forstwirtschaft und im Holzhandel existieren eine Reihe von Bezeichnungen für Verkaufseinheiten, die im Folgenden näher erläutert werden. Streng genommen ist nach der Ausführungsverordnung zum Gesetz über Einheiten im Messwesen vom 13.12.1985 der Kubikmeter die einzige offizielle Volumeneinheit für Rohholz. Aus der Bezeichnung Kubikmeter ergibt sich jedoch nicht, ob es sich um ein Raum- oder ein Festmaß handelt. In der täglichen Praxis blieben daher folgende Bezeichnungen erhalten:

Festmeter (Fm):

ein Kubikmeter massives Holz, also einem Würfel von 1 Meter Kantenlänge entsprechend

Beispiel: Fichtenstammholz

 

Raummeter = Ster: (Rm)

ein Kubikmeter aufgeschichtetes Holz mit einer Kantenlänge von 1 Meter mit Luftzwischenräumen

Beispiel: Buchen-Brennholz

 

Schüttraummeter: (Srm)

ein Kubikmeter lose geschüttete Hackschnitzel

 

 

Die vom Forstbezirk und der FBG erstellten Holzlisten lassen ebenfalls erkennen, ob das verkaufte Holz mit (m.R.) oder ohne Rinde (o.R.) berechnet wird: Industrie-Schichtholz (z.B. für die Papierindustrie) wird im Raummaß mit Rinde berechnet, Stammholz im Festmaß ohne Rinde.

Während die Bestimmung des Festmaßes über Länge und Durchmesser relativ einfach ist, wächst mit zunehmender Aufteilung des Holzes über den Raummeter bis zum Schüttraummeter die Zahl der Einflussfaktoren.

  Das Aufsetzen eines Schichtholzpolters im Raummaß ist abhängig von

  • der Baumart

  • maschineller oder manueller Arbeit

  • der Länge des Holzes

  • der Krümmung der Einzelstücke

  • Sorgfalt beim Schichten

Umrechnungszahlen für Rohholz

 (Quelle: Anhang zur Anlage zu §1 der HKLV [Handelsklassenverordnung])

 Raummaß    Festmaß

 

1 Kubikmeter im Raummaß mit Rinde (Rm m.R.)

=

0,7 Kubikmeter im Festmaß ohne Rinde (fm o.R.)

1 Kubikmeter im Raummaß ohne Rinde (Rm o.R.)

=

0,8 Kubikmeter im Festmaß ohne Rinde (fm o.R.)

1 Schüttraummeter Hackschnitzel (Srm m. R.)

=

0,4 Kubikmeter im Festmaß ohne Rinde (fm o.R.)

 

 Gewichtsmaß    Festmaß

Holzarten 1 t (atro) = fm o. R. 1 fm o.R. = t (atro) 1 t (lutro) = fm o. R.

Holzartengruppe Eiche

   Eiche, Roteiche

 

1,4

 

0,714

 

0,9

Holzartengruppe Buche

   Buche

 

1,5

 

0,667

 

0,9

   Sonstiges Hartlaubholz außer Eiche und
   Roteiche

1,6

0,625

0,9

   Pappel

2,4

0,417

1,3

   Sonstiges Weichlaubholz

1,9

0,526

1,0

Holzartengruppe Fichte

Fichte, Tanne

 

2,2

 

0,455

 

1,2

 Douglasie

2,1

0,476

1,2

Holzartengruppe Kiefer

   Kiefer, Fichte, Lärche und sonstiges
   Nadelholz außer Fichte, Tanne und
   Douglasie

2,1

0,476

1,2